Eine Blacklist ist eine systematisch gepflegte Liste bekannter schädlicher IP-Adressen, Domains, Dateien oder E-Mail-Absender, anhand derer Sicherheitssysteme den Zugriff automatisch blockieren, um Unternehmen vor bereits bekannten digitalen Bedrohungen zu schützen.
Blacklists werden von Sicherheitsanbietern, Forschungseinrichtungen und teils auch von Unternehmen selbst kontinuierlich mit neu entdeckten schädlichen Adressen, Domains oder Dateisignaturen aktualisiert. Firewalls, Antivirus-Software und E-Mail-Filter greifen auf diese Listen zurück, um bekannte Bedrohungen automatisiert und ohne manuelles Eingreifen zu blockieren.
Für Unternehmen ist der Einsatz von Blacklists relevant, weil er eine einfache, ressourcenschonende Möglichkeit bietet, sich gegen bereits identifizierte Bedrohungen abzusichern, ohne jede einzelne Anfrage manuell prüfen zu müssen. Allerdings schützen Blacklists naturgemäß nicht vor völlig neuen, noch unbekannten Bedrohungen.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist eine aktuell gehaltene Blacklist im E-Mail-System und in der Netzwerksicherheit besonders wichtig, weil sie viele Phishing-Versuche und bekannte Schadsoftware bereits automatisch abfängt, bevor Mitarbeitende überhaupt mit einer schädlichen Nachricht oder Webseite in Kontakt kommen.
Abzugrenzen ist die Blacklist von einer Whitelist, die umgekehrt nur explizit freigegebene Adressen zulässt, sowie von Anti-malware und Antivirus-Software, die zusätzlich unbekannte Bedrohungen anhand von Verhaltensmustern erkennen können. Auch ein Adblocker nutzt häufig eigene Blacklists, um bekannte Werbe- und Trackingserver gezielt zu blockieren.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist eine aktuell gehaltene, automatisch aktualisierte Blacklist eine einfache und wirkungsvolle Ergänzung zu anderen Sicherheitsmaßnahmen, da sie viele bekannte Bedrohungen bereits im Vorfeld blockiert, ohne den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeitenden spürbar zu beeinträchtigen. Wichtig ist dabei, dass die genutzte Blacklist regelmäßig und automatisiert aktualisiert wird, da veraltete Listen neue Bedrohungen naturgemäß nicht erfassen können. Da Blacklists allein keinen vollständigen Schutz bieten, sollten sie stets als ein Baustein neben Antivirus-Software, Multi-Faktor-Authentifizierung und geschulten Mitarbeitenden verstanden werden. Für Cyberversicherer ist der nachweisliche Einsatz aktueller Filtermechanismen ein positiver Baustein im gesamten IT-Sicherheitskonzept eines Unternehmens und erleichtert Gespräche über den Versicherungsschutz.
Ein Mitarbeiter eines Ingenieurbüros erhält eine E-Mail von einer Adresse, die bereits auf einer bekannten Blacklist für Phishing-Versuche geführt wird. Der E-Mail-Filter des Büros erkennt die Absenderadresse automatisch, verschiebt die Nachricht direkt in einen gesonderten Quarantäne-Ordner und informiert die IT-Abteilung über den blockierten Versuch. Der Mitarbeiter bekommt die potenziell schädliche Nachricht dadurch gar nicht erst zu Gesicht und kann versehentlich enthaltene schädliche Links oder Anhänge nicht öffnen. Ohne die automatisch aktualisierte Blacklist hätte die Nachricht ungehindert den Posteingang erreicht und ein mögliches Sicherheitsrisiko für das gesamte Büro dargestellt. Die IT-Abteilung nutzt den Vorfall zusätzlich, um allen Mitarbeitenden die Funktionsweise der Filterung kurz zu erläutern.
Eine Blacklist ist eine Liste bekannter schädlicher IP-Adressen, Domains oder Dateien, anhand derer Sicherheitssysteme den Zugriff automatisch blockieren, um Unternehmen vor bekannten Bedrohungen zu schützen.
Nein, Blacklists schützen nur vor bereits bekannten Bedrohungen und sollten deshalb stets mit weiteren Maßnahmen wie Anti-malware-Software und geschulten Mitarbeitenden kombiniert werden.
Sie blockieren viele bekannte Phishing-Versuche und Schadsoftware bereits automatisch, bevor Mitarbeitende überhaupt mit einer schädlichen Nachricht in Kontakt kommen.
Eine Blacklist blockiert gezielt bekannte schädliche Adressen, während eine Whitelist umgekehrt nur explizit freigegebene, als vertrauenswürdig eingestufte Adressen zulässt.
Da ständig neue Bedrohungen entstehen, sollte die genutzte Blacklist automatisiert und möglichst kontinuierlich aktualisiert werden, idealerweise mehrmals täglich durch den jeweiligen Sicherheitsanbieter.
• Anti-malware – ergänzt die Blacklist um die Erkennung auch unbekannter Bedrohungen anhand von Verhaltensmustern.
• Antivirus – nutzt häufig eigene Blacklists bekannter Schadsoftware-Signaturen zur Erkennung.
• Adblocker – verwendet eigene Blacklists, um bekannte Werbe- und Trackingserver gezielt zu blockieren.
• Netzwerksicherheit – übergeordnetes Konzept, innerhalb dessen Blacklists einen wichtigen Baustein bilden.