Ein Honeypot ist ein absichtlich verwundbar erscheinendes IT-System, das Angreifer gezielt anlocken soll, um deren Vorgehensweise zu beobachten, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und das eigentliche Unternehmensnetzwerk zu entlasten, insbesondere im betrieblichen Alltag.
Ein Honeypot simuliert ein reales, scheinbar attraktives Ziel für Angreifer, ohne echte, sensible Unternehmensdaten zu enthalten. Sicherheitsteams beobachten alle Aktivitäten innerhalb des Honeypots genau, um neue Angriffsmethoden frühzeitig zu erkennen und die eigenen Schutzmaßnahmen entsprechend anzupassen.
Für Unternehmen ist ein Honeypot relevant, weil er wertvolle Frühwarninformationen über neue Angriffstechniken liefert, bevor diese das eigentliche Netzwerk erreichen. Er lenkt zudem die Aufmerksamkeit von Angreifern gezielt von echten, produktiven Systemen ab.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist der Einsatz eines Honeypots meist nur bei größeren Büros mit eigener IT-Abteilung oder in Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern relevant, kann jedoch indirekt zur allgemeinen Sicherheit beitragen, wenn genutzte Sicherheitsdienstleister entsprechende Systeme betreiben.
Abzugrenzen ist der Honeypot von der Firewall, die aktiv unerwünschten Datenverkehr blockiert, statt Angreifer gezielt anzulocken. Auch von der Netzwerksicherheit im Allgemeinen unterscheidet sich der Honeypot durch seine spezifische, gezielt täuschende Funktion als Beobachtungsinstrument. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist ein Honeypot in der Regel kein Werkzeug, das Sie selbst betreiben, da dessen Einrichtung und Auswertung spezialisiertes IT-Sicherheitswissen erfordert. Relevant kann jedoch sein, dass Ihr IT-Dienstleister oder Sicherheitsanbieter solche Systeme einsetzt, um frühzeitig neue Bedrohungen zu erkennen, von denen letztlich auch Ihr Unternehmen profitiert. Für die Cyberversicherung ist indirekt relevant, dass Anbieter, die fortschrittliche Erkennungsmethoden wie Honeypots einsetzen, allgemein zu einem robusteren IT-Sicherheitsniveau beitragen können. Es lohnt sich, bei größeren IT-Sicherheitsprojekten nach solchen Maßnahmen zu fragen. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Ein größeres Generalplanungsbüro mit eigener IT-Abteilung entscheidet sich im Rahmen einer umfassenden Sicherheitsstrategie, gemeinsam mit einem spezialisierten Dienstleister einen Honeypot innerhalb des eigenen Netzwerks einzurichten. Über mehrere Monate werden dadurch mehrere automatisierte Angriffsversuche frühzeitig erkannt und detailliert analysiert, ohne dass die tatsächlichen Projektdaten des Büros gefährdet waren. Die gewonnenen Erkenntnisse über die genutzten Angriffsmethoden fließen anschließend in die Verbesserung der echten Sicherheitsmaßnahmen ein, wodurch das Unternehmen sein gesamtes Schutzniveau spürbar erhöhen kann. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
Ein Honeypot ist ein absichtlich verwundbar erscheinendes System, das Angreifer anlocken soll, um deren Vorgehensweise zu beobachten und Erkenntnisse zu gewinnen.
Eine Firewall blockiert aktiv unerwünschten Datenverkehr, während ein Honeypot Angreifer gezielt anlockt, um sie zu beobachten.
Meist größere Unternehmen mit eigener IT-Abteilung oder spezialisierte Sicherheitsdienstleister, die über entsprechendes Fachwissen verfügen.
Direkt meist nicht, jedoch können genutzte IT-Sicherheitsdienstleister solche Systeme einsetzen, wovon das Büro indirekt profitiert.
Er liefert wertvolle Frühwarninformationen über neue Angriffsmethoden, bevor diese das eigentliche Netzwerk erreichen können.
• Netzwerksicherheit – wird durch die mittels Honeypot gewonnenen Erkenntnisse gezielt verbessert.
• Antivirus (Antivirus-Software) – kann durch im Honeypot entdeckte Schadsoftware-Muster aktualisiert werden.
• Anti-malware – profitiert von neuen, im Honeypot beobachteten Angriffsmethoden.
• Adblocker – ergänzt einen Honeypot um zusätzlichen Schutz auf Anwendungsebene.