Ein Hypervisor ist eine Software- oder Firmwareschicht, die mehrere virtuelle Maschinen auf einer einzigen physischen Hardware betreibt und dabei deren Ressourcen sowie gegenseitige Abschottung verwaltet und kontrolliert, insbesondere im betrieblichen Alltag.
Ein Hypervisor ermöglicht es, mehrere voneinander unabhängige virtuelle Systeme auf derselben physischen Hardware gleichzeitig zu betreiben, wobei jede virtuelle Maschine isoliert von den anderen agiert. Diese Virtualisierung bildet die technische Grundlage vieler moderner Cloud-Dienste und Rechenzentren.
Für Unternehmen ist der Hypervisor relevant, weil er wesentlich zur Skalierbarkeit und Kosteneffizienz moderner IT-Infrastruktur beiträgt, gleichzeitig aber auch selbst ein potenzielles Angriffsziel darstellt, dessen Kompromittierung theoretisch mehrere virtuelle Systeme gleichzeitig gefährden könnte.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist der Hypervisor meist indirekt relevant, da viele genutzte Cloud-Dienste, Projektplattformen und gehostete Server auf virtualisierten Systemen mit Hypervisor-Technologie basieren, deren Sicherheit maßgeblich vom jeweiligen Cloud- oder Hosting-Anbieter verantwortet wird.
Abzugrenzen ist der Hypervisor von der einzelnen virtuellen Maschine, die auf ihm betrieben wird, sowie von der allgemeinen Cloud-Infrastruktur, die zusätzliche Dienste und Verwaltungsebenen umfasst. Infrastructure as a Service baut häufig unmittelbar auf Hypervisor-Technologie auf. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist der Hypervisor meist kein Thema, das Sie selbst aktiv verwalten, da diese Technologie primär von Cloud- und Hosting-Anbietern betrieben wird. Relevant ist für Sie jedoch, bei der Auswahl solcher Anbieter zu berücksichtigen, dass diese ihre virtualisierte Infrastruktur professionell und regelmäßig aktualisiert absichern, da eine Kompromittierung des Hypervisors theoretisch mehrere Kunden gleichzeitig betreffen könnte. Für die Cyberversicherung kann relevant sein, dass die Sicherheit der genutzten Cloud-Infrastruktur, einschließlich der zugrunde liegenden Virtualisierung, Teil der allgemeinen Risikoeinschätzung ist. Vertrauenswürdige, etablierte Anbieter bieten hier üblicherweise höhere Sicherheitsstandards. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Ein Ingenieurbüro nutzt einen externen Cloud-Anbieter, um seine Projektserver und Datenbanken virtualisiert betreiben zu lassen, statt eigene physische Server zu unterhalten. Im Rahmen der Anbieterauswahl fragt die Geschäftsführung gezielt nach, wie der Anbieter seine zugrunde liegende Hypervisor-Infrastruktur gegen Sicherheitslücken absichert und wie regelmäßig entsprechende Updates eingespielt werden. Der Anbieter kann glaubwürdig darlegen, dass die genutzte Virtualisierungsplattform kontinuierlich überwacht und aktualisiert wird, was der Geschäftsführung zusätzliche Sicherheit bei der Entscheidung für diesen Anbieter gibt und das Vertrauen in die ausgelagerte IT-Infrastruktur stärkt. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
Ein Hypervisor ist eine Software- oder Firmwareschicht, die mehrere virtuelle Maschinen auf einer physischen Hardware betreibt und verwaltet.
Er ermöglicht die Virtualisierung, die die technische Grundlage vieler moderner Cloud-Dienste und Rechenzentren bildet und Kosten spart.
Eine Kompromittierung des Hypervisors könnte theoretisch mehrere darauf betriebene virtuelle Systeme gleichzeitig gefährden.
Diese Technologie wird primär von Cloud- und Hosting-Anbietern betrieben und verantwortet, nicht vom Planungsbüro selbst.
Infrastructure as a Service baut häufig unmittelbar auf der Virtualisierungstechnologie eines Hypervisors auf.
• Netzwerksicherheit – muss auch für virtualisierte, auf einem Hypervisor betriebene Systeme gewährleistet werden.
• Antivirus (Antivirus-Software) – wird häufig auch innerhalb virtueller Maschinen auf einem Hypervisor eingesetzt.
• Anti-malware – schützt virtualisierte Systeme ebenso wie physische Server vor Schadsoftware.
• Infrastructure as a Service (IaaS) – baut technisch häufig unmittelbar auf der Virtualisierung durch einen Hypervisor auf.