Identity and Access Management bezeichnet ein System aus Prozessen und Technologien, das digitale Identitäten verwaltet und sicherstellt, dass Nutzerinnen und Nutzer nur auf die IT-Ressourcen zugreifen können, für die sie tatsächlich berechtigt sind.
Identity and Access Management umfasst die zentrale Verwaltung von Benutzerkonten, Rollen und Zugriffsrechten über verschiedene Systeme und Anwendungen hinweg. Es stellt sicher, dass jede Person genau die Berechtigungen erhält, die für ihre jeweilige Aufgabe tatsächlich notwendig sind, nicht mehr und nicht weniger.
Für Unternehmen ist IAM relevant, weil es unbefugte Zugriffe verhindert, die Nachvollziehbarkeit von Systemzugriffen erhöht und den Verwaltungsaufwand bei Personalwechseln erheblich reduziert, da Berechtigungen zentral vergeben und entzogen werden können.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist IAM relevant, weil Mitarbeitende, Subplaner und externe Projektpartner häufig unterschiedliche Zugriffsrechte auf Projektplattformen, BIM-Daten und Cloud-Dienste benötigen, deren korrekte Verwaltung Datenabfluss und unbefugte Zugriffe wirksam verhindert.
Abzugrenzen ist IAM von der reinen Authentifizierung, die lediglich die Identität einer Person überprüft, während IAM zusätzlich die konkreten Zugriffsrechte verwaltet. Der Identity Provider ist häufig ein technischer Baustein innerhalb eines umfassenderen IAM-Systems. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist Identity and Access Management relevant, weil eine klare Verwaltung von Zugriffsrechten verhindert, dass ausgeschiedene Mitarbeitende oder externe Projektpartner weiterhin unbefugten Zugriff auf sensible Projektdaten behalten. Ein strukturiertes IAM-System erleichtert zudem die Einhaltung des Prinzips der minimalen Rechtevergabe, bei dem jede Person nur Zugriff auf tatsächlich benötigte Systeme erhält. Für die Cyberversicherung ist relevant, dass eine nachvollziehbare Rechteverwaltung häufig als Bestandteil der Mindestanforderungen an die IT-Sicherheit vorausgesetzt wird. Ein gutes Verständnis hilft Ihnen, entsprechende Investitionen sinnvoll zu priorisieren. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Ein Generalplanungsbüro arbeitet regelmäßig mit wechselnden Subplanern an unterschiedlichen Projekten zusammen, wobei jeder Subplaner nur Zugriff auf die für sein jeweiliges Projekt relevanten Daten haben soll. Ohne strukturiertes Zugriffsmanagement behalten frühere Projektpartner teilweise noch Wochen nach Projektende Zugriff auf Systeme, die sie längst nicht mehr benötigen. Nach Einführung eines zentralen IAM-Systems können Zugriffsrechte projektbezogen automatisch vergeben und nach Projektabschluss zuverlässig entzogen werden, wodurch das Risiko unbefugter Zugriffe auf abgeschlossene Projekte deutlich sinkt. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
IAM bezeichnet ein System aus Prozessen und Technologien, das digitale Identitäten verwaltet und Zugriffsrechte auf IT-Ressourcen kontrolliert.
Authentifizierung überprüft lediglich die Identität einer Person, während IAM zusätzlich die konkreten Zugriffsrechte verwaltet.
Es stellt sicher, dass Subplaner und externe Partner nur Zugriff auf die tatsächlich benötigten Projektdaten erhalten und behalten.
Der Identity Provider ist häufig ein technischer Baustein, der die Identitätsprüfung innerhalb eines umfassenderen IAM-Systems übernimmt.
Eine nachvollziehbare Rechteverwaltung wird häufig als Bestandteil der Mindestanforderungen an die IT-Sicherheit vorausgesetzt.
• Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – ergänzt IAM häufig um eine zusätzliche Sicherheitsebene bei der Anmeldung.
• Authentifizierung – bildet die Grundlage, auf der ein IAM-System die Identität einer Person überprüft.
• Biometrie – kann als Authentifizierungsmethode innerhalb eines IAM-Systems eingesetzt werden.
• Identity Provider – übernimmt häufig die technische Identitätsprüfung innerhalb eines IAM-Systems.