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Malvertising einfach erklärt | Cyber-Glossar

Geschrieben von Bauversicherungsmakler Glossar | Aug 10, 2026, 2:29:46 PM

Definition

Malvertising bezeichnet die Verbreitung von Schadsoftware über scheinbar legitime Online-Werbeanzeigen, bei der bereits das Anzeigen oder Anklicken einer manipulierten Werbung zur unbemerkten Infektion eines Geräts führen kann, insbesondere im betrieblichen Alltag.

Erklärung / Hintergrund

Beim Malvertising schleusen Angreifer schädlichen Code in Werbenetzwerke ein, die auf seriösen, häufig besuchten Webseiten ausgespielt werden, wodurch selbst vorsichtige Nutzerinnen und Nutzer allein durch den Besuch einer vertrauenswürdigen Webseite unbemerkt Schadsoftware herunterladen können.

Für Unternehmen ist Malvertising relevant, weil es klassische Vorsichtsmaßnahmen wie das Meiden verdächtiger Webseiten wirkungslos macht, da auch seriöse, bekannte Webseiten unwissentlich manipulierte Werbeanzeigen ausliefern können, ohne dass der Webseitenbetreiber selbst kompromittiert wurde.

Für Architektur- und Ingenieurbüros ist Malvertising relevant, weil Mitarbeitende bei alltäglicher Internetrecherche, etwa zu Baustoffen, Normen oder Fachinformationen, unbemerkt auf manipulierte Werbeanzeigen stoßen und dadurch unbeabsichtigt Schadsoftware auf Arbeitsplatzrechnern installieren könnten.

Abzugrenzen ist Malvertising vom klassischen Phishing, das gezielt über E-Mails oder Nachrichten erfolgt, sowie von Drive-by-Downloads, die eine ähnliche, aber nicht zwingend werbebasierte Angriffsmethode darstellen. Aktuelle Antivirus-Software und ein Adblocker können das Risiko deutlich reduzieren. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.

Praxisrelevanz

Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist Malvertising relevant, weil Ihre Mitarbeitenden bei alltäglicher Internetrecherche unbemerkt auf manipulierte Werbeanzeigen stoßen könnten, selbst auf bekannten, vertrauenswürdigen Fachportalen. Der Einsatz eines Adblockers sowie aktueller Antivirus-Software reduziert dieses Risiko erheblich, ohne die tägliche Arbeit zu beeinträchtigen. Für die Cyberversicherung ist relevant, dass Infektionen durch Malvertising ähnlich wie andere Schadsoftware-Vorfälle behandelt werden und die Kosten für Bereinigung und Wiederherstellung je nach Bedingungswerk abgedeckt sein können. Regelmäßige Sicherheitsupdates schließen zudem Schwachstellen, die für Malvertising-Angriffe ausgenutzt werden könnten. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.

Praxisbeispiel

Ein Mitarbeiter eines Ingenieurbüros recherchiert auf einer bekannten Fachwebseite zu aktuellen Bauvorschriften und klickt dabei versehentlich auf eine scheinbar harmlose Werbeanzeige. Im Hintergrund lädt sich unbemerkt Schadsoftware auf seinen Arbeitsplatzrechner herunter. Dank installierter, aktueller Antivirus-Software wird die schädliche Datei jedoch automatisch erkannt und blockiert, bevor sie ausgeführt werden kann. Der IT-Dienstleister nutzt den Vorfall als Anlass, zusätzlich einen unternehmensweiten Adblocker einzuführen, um das Risiko vergleichbarer Malvertising-Vorfälle künftig weiter zu reduzieren. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.

FAQ

Was ist Malvertising?

Malvertising bezeichnet die Verbreitung von Schadsoftware über scheinbar legitime Online-Werbeanzeigen auf oft seriösen Webseiten.

Warum ist Malvertising besonders tückisch?

Selbst vorsichtige Nutzer können allein durch den Besuch einer vertrauenswürdigen Webseite unbemerkt Schadsoftware herunterladen.

Warum ist Malvertising für Ingenieurbüros relevant?

Mitarbeitende stoßen bei alltäglicher Fachrecherche unbemerkt auf manipulierte Werbeanzeigen, die Schadsoftware verbreiten könnten.

Wie können Unternehmen sich vor Malvertising schützen?

Ein Adblocker in Kombination mit aktueller Antivirus-Software reduziert das Risiko erheblich, ohne die tägliche Arbeit zu beeinträchtigen.

Wie unterscheidet sich Malvertising von Phishing?

Phishing erfolgt gezielt über E-Mails oder Nachrichten, während Malvertising über manipulierte Werbeanzeigen auf regulären Webseiten verbreitet wird.

Verwandte Begriffe

Malware – wird durch Malvertising als eine von mehreren Verbreitungsmethoden auf Geräte gebracht.

Adware – kann in ähnlicher Weise wie Malvertising unerwünschte Werbeinhalte auf infizierten Geräten anzeigen.

Backdoor – kann durch über Malvertising verbreitete Schadsoftware auf einem Gerät installiert werden.

Botnet – kann durch Malvertising-Infektionen neue Geräte in ein Netzwerk aus infizierten Systemen aufnehmen.