OAuth 2.0 ist ein offener Autorisierungsstandard, der es Anwendungen ermöglicht, kontrollierten Zugriff auf Nutzerdaten bei einem anderen Dienst zu erhalten, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Zugangsdaten direkt an die anfragende Anwendung weitergeben müssen.
OAuth 2.0 ermöglicht es Anwendungen, im Namen einer Person begrenzten Zugriff auf bestimmte Daten oder Funktionen eines anderen Dienstes anzufragen, wobei die eigentliche Authentifizierung stets beim ursprünglichen Dienst erfolgt und niemals direkt an die anfragende Anwendung weitergegeben wird.
Für Unternehmen ist OAuth 2.0 relevant, weil es eine sichere, standardisierte Möglichkeit bietet, verschiedene Softwarelösungen miteinander zu verbinden, ohne dass Passwörter mehrfach eingegeben oder an Drittanbieter weitergegeben werden müssen, was das Risiko von Passwortdiebstahl reduziert.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist OAuth 2.0 relevant, wenn unterschiedliche Projektplattformen, Cloud-Dienste oder Anwendungen miteinander verbunden werden sollen, etwa um eine BIM-Software direkt auf Dateien in einem Cloud-Speicher zugreifen zu lassen, ohne dabei Zugangsdaten mehrfach preiszugeben.
Abzugrenzen ist OAuth 2.0 von OpenID Connect, das zusätzlich zur reinen Autorisierung auch die Identität einer Person bestätigt, während OAuth 2.0 primär den kontrollierten Zugriff auf Daten und Funktionen regelt. Der Identity Provider übernimmt häufig die technische Umsetzung von OAuth 2.0.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist OAuth 2.0 relevant, weil es die sichere Verbindung unterschiedlicher Softwarelösungen ermöglicht, etwa wenn eine Projektplattform direkten Zugriff auf Dateien in einem Cloud-Speicher benötigt, ohne dass Mitarbeitende ihre Zugangsdaten mehrfach preisgeben müssen. Dies reduziert das Risiko, dass Passwörter bei mehreren Diensten unsicher gespeichert werden. Für die Cyberversicherung ist indirekt relevant, dass die Nutzung standardisierter, sicherer Autorisierungsverfahren wie OAuth 2.0 zu einem insgesamt robusteren IT-Sicherheitskonzept beiträgt. Ihr IT-Dienstleister kann prüfen, ob genutzte Softwarelösungen diesen Standard unterstützen. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Ein Ingenieurbüro möchte seine BIM-Software direkt mit einem externen Cloud-Speicherdienst verbinden, um Projektdateien automatisch zu synchronisieren. Anstatt die Zugangsdaten des Cloud-Dienstes direkt in der BIM-Software zu hinterlegen, was ein Sicherheitsrisiko darstellen würde, nutzt die Verbindung den OAuth-2.0-Standard: Mitarbeitende melden sich einmalig direkt beim Cloud-Dienst an und erteilen der BIM-Software begrenzten, kontrollierten Zugriff auf die benötigten Projektordner. Dadurch bleibt das eigentliche Passwort stets geschützt und wird niemals an die BIM-Software weitergegeben. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
OAuth 2.0 ist ein offener Autorisierungsstandard, der Anwendungen kontrollierten Zugriff auf Nutzerdaten ermöglicht, ohne Zugangsdaten direkt weiterzugeben.
Die eigentliche Authentifizierung erfolgt stets beim ursprünglichen Dienst, wodurch Passwörter niemals an die anfragende Anwendung weitergegeben werden.
Es ermöglicht die sichere Verbindung von BIM-Software mit Cloud-Speicherdiensten ohne mehrfache Preisgabe von Zugangsdaten.
OpenID Connect bestätigt zusätzlich die Identität einer Person, während OAuth 2.0 primär den kontrollierten Zugriff auf Daten regelt.
Häufig übernimmt ein Identity Provider die technische Umsetzung des OAuth-2.0-Standards innerhalb eines Unternehmens.
• Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – kann als zusätzliche Sicherheitsebene im Rahmen einer OAuth-2.0-Autorisierung genutzt werden.
• Authentifizierung – bildet die Grundlage, auf der OAuth 2.0 den kontrollierten Datenzugriff aufbaut.
• Identity Provider – übernimmt häufig die technische Umsetzung von OAuth 2.0 innerhalb eines Unternehmens.
• OpenID Connect – erweitert OAuth 2.0 zusätzlich um die Bestätigung der Identität einer Person.