Fernidentifizierung bezeichnet Verfahren, mit denen die Identität einer Person aus der Distanz, ohne persönliches Erscheinen, zuverlässig und rechtssicher überprüft werden kann, etwa mittels Videochat, biometrischer Daten oder elektronischer Ausweisdokumente, insbesondere im betrieblichen Alltag.
Fernidentifizierungsverfahren nutzen unterschiedliche technische Ansätze, etwa videobasierte Verfahren mit geschulten Prüfpersonen, automatisierte biometrische Abgleiche oder die Nutzung elektronischer Ausweisfunktionen, um die Identität einer Person aus der Ferne mit hoher Verlässlichkeit festzustellen.
Für Unternehmen ist Fernidentifizierung relevant, weil sie Geschäftsprozesse, die früher ein persönliches Erscheinen erforderten, digital und ortsunabhängig abbildbar macht, etwa bei Vertragsabschlüssen oder der Eröffnung von Geschäftskonten, ohne dabei auf ein angemessenes Sicherheitsniveau zu verzichten.
Für Architektur- und Ingenieurbüros kann Fernidentifizierung relevant werden, wenn neue Geschäftspartner, Subplaner oder Kunden aus der Distanz rechtssicher identifiziert werden müssen, etwa bei internationalen Projekten oder der digitalen Abwicklung von Vertragsabschlüssen ohne persönliches Treffen.
Abzugrenzen ist Fernidentifizierung vom eID-Verfahren, das ein spezifisches, staatlich standardisiertes Verfahren beschreibt, sowie von der allgemeinen Digitalen Identität, die ein breiteres Spektrum digitaler Identitätsmerkmale umfasst. FIDO und Fido2 betreffen primär die technische Authentifizierung, nicht den erstmaligen Identitätsnachweis. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist Fernidentifizierung relevant, wenn Ihr Unternehmen mit Geschäftspartnern, Subplanern oder Auftraggebern zusammenarbeitet, die nicht persönlich vor Ort erscheinen können, etwa bei überregionalen oder internationalen Projekten. Ein zuverlässiges Fernidentifizierungsverfahren ermöglicht rechtssichere Vertragsabschlüsse, ohne Projektabläufe durch aufwendige persönliche Termine zu verzögern. Für die Cyberversicherung ist indirekt relevant, dass der Einsatz etablierter, sicherer Identifikationsverfahren Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts für digitale Sicherheit sein kann und das Risiko von Identitätsbetrug reduziert. Ein gutes Verständnis hilft Ihnen, geeignete Verfahren für die eigene Projektarbeit auszuwählen. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Ein Generalplanungsbüro gewinnt einen neuen internationalen Auftraggeber für ein größeres Bauprojekt, dessen Vertreter aufgrund der räumlichen Distanz nicht persönlich zur Vertragsunterzeichnung erscheinen können. Anstatt den Vertragsabschluss um Wochen zu verzögern, nutzt das Büro ein etabliertes videobasiertes Fernidentifizierungsverfahren, bei dem eine geschulte Prüfperson die Identität des Auftraggebervertreters anhand seines Ausweisdokuments und biometrischer Merkmale in Echtzeit überprüft. Der Vertrag kann dadurch rechtssicher und innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden, was das Projekt ohne unnötige Verzögerungen fristgerecht starten lässt. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
Fernidentifizierung bezeichnet Verfahren, mit denen die Identität einer Person aus der Distanz, ohne persönliches Erscheinen, zuverlässig überprüft werden kann.
Dazu zählen videobasierte Verfahren mit geschulten Prüfpersonen, automatisierte biometrische Abgleiche sowie elektronische Ausweisfunktionen.
Sie ermöglicht rechtssichere Vertragsabschlüsse mit Geschäftspartnern, die aufgrund räumlicher Distanz nicht persönlich erscheinen können.
Das eID-Verfahren ist ein spezifisches, staatlich standardisiertes Verfahren, während Fernidentifizierung ein breiteres Spektrum technischer Ansätze umfasst.
Etablierte, zertifizierte Verfahren gelten je nach Anwendungsfall als rechtssicher, wobei die konkreten Anforderungen je nach Vertragsart variieren können.
• Digitale Identität – bildet den übergeordneten Rahmen, den Fernidentifizierungsverfahren praktisch nutzbar machen.
• Abgeleitete Identitäten – können auf Basis einer erfolgreichen Fernidentifizierung erstellt werden.
• Anonymität – steht im bewussten Gegensatz zur eindeutigen Identifikation mittels Fernidentifizierung.
• Digital footprint – kann durch die Nutzung digitaler Fernidentifizierungsverfahren zusätzlich beeinflusst werden.