Identitätsdiebstahl bezeichnet die unbefugte Aneignung und missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten einer anderen Person, etwa um in deren Namen Verträge abzuschließen, Zahlungen zu veranlassen oder betrügerische Handlungen zu begehen, insbesondere im betrieblichen Alltag.
Identitätsdiebstahl beginnt meist mit der unbefugten Beschaffung personenbezogener Daten, etwa durch Phishing, Datenlecks oder Social Engineering, und mündet in deren Missbrauch zur Täuschung Dritter. Die betroffene Person bemerkt den Missbrauch häufig erst, wenn bereits finanzieller oder reputativer Schaden entstanden ist.
Für Unternehmen ist Identitätsdiebstahl relevant, weil sowohl eigene Mitarbeitende als auch Kunden oder Auftraggeber betroffen sein können, wenn im Unternehmen gespeicherte personenbezogene Daten unbefugt abfließen und anschließend für betrügerische Zwecke missbraucht werden.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist Identitätsdiebstahl relevant, wenn gespeicherte Daten von Mitarbeitenden, Auftraggebern oder Projektpartnern entwendet werden, etwa aus einem kompromittierten E-Mail-Konto oder einer unsicher gesicherten Projektdatenbank, und anschließend für gefälschte Zahlungsanweisungen oder betrügerische Vertragsabschlüsse genutzt werden.
Abzugrenzen ist Identitätsdiebstahl von der Digitalen Identität, die das legitime digitale Abbild einer Person beschreibt, sowie vom Social Engineering, das häufig als Methode zur Beschaffung der für einen Identitätsdiebstahl benötigten Daten dient. Eine Datenschutzverletzung kann Identitätsdiebstahl erst ermöglichen. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist Identitätsdiebstahl relevant, weil sowohl Ihre eigenen Mitarbeitenden als auch Auftraggeber und Projektpartner betroffen sein können, wenn im Unternehmen gespeicherte personenbezogene Daten unbefugt abfließen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit solchen Daten sowie eine schnelle Reaktion im Verdachtsfall reduzieren mögliche Folgeschäden erheblich. Für die Cyberversicherung ist relevant, dass Kosten für Kreditüberwachung, Rechtsberatung oder Krisenkommunikation nach einem Identitätsdiebstahl je nach Bedingungswerk Gegenstand einer Cyberversicherung sein können. Eine klare Meldekette hilft Ihnen, betroffene Personen im Ernstfall schnell und transparent zu informieren. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Bei einem Ingenieurbüro wird ein E-Mail-Postfach eines Mitarbeiters durch einen Phishing-Angriff kompromittiert. Die Angreifer erlangen dadurch Zugriff auf personenbezogene Daten mehrerer Auftraggeber und nutzen diese, um in deren Namen gefälschte Rechnungen an Dritte zu versenden. Erst als ein betroffener Auftraggeber Rückfragen zu einer ihm unbekannten Rechnung stellt, wird der Vorfall bemerkt. Das Büro informiert umgehend alle betroffenen Personen, beauftragt eine forensische Untersuchung und passt die Zugriffssicherung für E-Mail-Konten an, um vergleichbare Vorfälle künftig zu verhindern. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
Identitätsdiebstahl bezeichnet die unbefugte Aneignung und missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten einer anderen Person zu betrügerischen Zwecken.
Häufig durch Phishing, Datenlecks oder Social Engineering, mit denen personenbezogene Daten unbefugt beschafft werden.
Gespeicherte Daten von Mitarbeitenden oder Auftraggebern können entwendet und für gefälschte Zahlungsanweisungen missbraucht werden.
Social Engineering dient häufig als Methode zur Beschaffung der Daten, die anschließend für den eigentlichen Identitätsdiebstahl missbraucht werden.
Kosten für Kreditüberwachung, Rechtsberatung oder Krisenkommunikation können je nach Bedingungswerk Gegenstand einer Cyberversicherung sein.
• Digitale Identität – kann bei einem Identitätsdiebstahl unbefugt übernommen und missbraucht werden.
• Abgeleitete Identitäten – können ebenfalls Ziel eines Identitätsdiebstahls werden, wenn Zugangsdaten kompromittiert sind.
• Anonymität – nutzen Angreifer häufig, um nach einem Identitätsdiebstahl unentdeckt zu bleiben.
• Digital footprint – liefert Angreifern häufig die Informationen, die für einen gezielten Identitätsdiebstahl genutzt werden.