Kryptomining

  • August 10, 2026

Definition

Kryptomining bezeichnet den Prozess, mit dem durch rechenintensive Berechnungen neue Einheiten einer Kryptowährung erzeugt werden, wobei die dafür genutzte Rechenleistung sowohl legal betrieben als auch durch Schadsoftware unbefugt entwendet werden kann.

Erklärung / Hintergrund

Kryptomining nutzt spezialisierte Hardware oder Software, um komplexe mathematische Berechnungen durchzuführen, mit denen Transaktionen einer Kryptowährung bestätigt und neue Einheiten erzeugt werden. Legitimes Mining erfolgt mit Zustimmung des Geräteeigentümers und eigener Stromkostenrechnung.

Für Unternehmen ist Kryptomining relevant, weil die dafür benötigte Rechenleistung erheblich sein kann und unbefugtes Mining durch Schadsoftware, bekannt als Kryptojacking, Unternehmenssysteme spürbar verlangsamt und zusätzliche Stromkosten verursacht, ohne dass ein Nutzen für das Unternehmen entsteht.

Für Architektur- und Ingenieurbüros ist Kryptomining relevant, wenn Unternehmensserver oder Arbeitsplatzrechner unbemerkt für unbefugtes Mining missbraucht werden, wodurch rechenintensive Anwendungen wie BIM-Software zusätzlich verlangsamt und Projektfristen gefährdet werden können.

Abzugrenzen ist das legitime, freiwillige Kryptomining vom unbefugten Kryptojacking, bei dem Schadsoftware ohne Wissen des Eigentümers fremde Rechenleistung nutzt. Malware bildet die übergeordnete Kategorie, zu der entsprechende Mining-Schadsoftware zählt. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.

Praxisrelevanz

Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist Kryptomining relevant, weil unbefugtes Mining durch Schadsoftware Ihre Unternehmenssysteme spürbar verlangsamen und zusätzliche Stromkosten verursachen kann, ohne dass dies sofort als Sicherheitsvorfall erkannt wird. Eine ungewöhnlich hohe Systemauslastung sollte daher stets überprüft werden. Für die Cyberversicherung ist relevant, dass die Kosten für die Entfernung solcher Schadsoftware sowie die Wiederherstellung der Systemleistung je nach Bedingungswerk Gegenstand einer Cyberversicherung sein können. Aktuelle Antivirus-Software und regelmäßige Systemüberwachung helfen, unbefugtes Mining frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.

Praxisbeispiel

Ein Ingenieurbüro bemerkt über mehrere Wochen eine ungewöhnlich hohe Auslastung seines zentralen Servers, ohne dass diese durch reguläre Projektarbeiten erklärbar wäre. Der beauftragte IT-Dienstleister identifiziert schließlich Mining-Schadsoftware, die unbefugt Rechenleistung für die Erzeugung einer Kryptowährung nutzt. Nach Entfernung der Schadsoftware und Installation aktueller Sicherheitsupdates normalisiert sich die Systemleistung wieder deutlich. Das Büro führt zusätzlich eine regelmäßige Überwachung der Serverauslastung ein, um ähnliche unbefugte Nutzungen künftig frühzeitig zu erkennen. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.

FAQ

Was ist Kryptomining?

Kryptomining bezeichnet den Prozess, mit dem durch rechenintensive Berechnungen neue Einheiten einer Kryptowährung erzeugt werden.

Ist Kryptomining immer illegal?

Nein, legitimes Mining erfolgt mit Zustimmung des Geräteeigentümers, während unbefugtes Mining durch Schadsoftware als Kryptojacking bezeichnet wird.

Wie erkennt man unbefugtes Kryptomining im Unternehmen?

Eine ungewöhnlich hohe Systemauslastung ohne erklärbare Ursache ist ein typisches Warnsignal für unbefugtes Mining.

Warum ist Kryptomining für Ingenieurbüros relevant?

Rechenintensive Anwendungen wie BIM-Software können durch unbefugtes Mining zusätzlich verlangsamt werden, was Projektfristen gefährdet.

Sind Folgekosten von unbefugtem Kryptomining über eine Cyberversicherung abgedeckt?

Kosten für Entfernung der Schadsoftware und Wiederherstellung können je nach Bedingungswerk Gegenstand einer Cyberversicherung sein.

Verwandte Begriffe

Malware – bildet die übergeordnete Kategorie, zu der Mining-Schadsoftware zählt.

Adware – unterscheidet sich von Kryptomining-Schadsoftware durch seine primär werbebasierte Funktion.

Backdoor – kann gemeinsam mit Mining-Schadsoftware installiert werden, um dauerhaften Zugriff zu ermöglichen.

Botnet – kann Kryptomining als eine von mehreren Funktionen innerhalb eines Netzwerks infizierter Geräte nutzen.