Definition
Ein Plugin ist eine zusätzliche Softwarekomponente, die eine bestehende Anwendung, etwa einen Browser oder eine Projektsoftware, um zusätzliche Funktionen erweitert, ohne dass die ursprüngliche Anwendung komplett verändert werden muss, insbesondere im betrieblichen Alltag.
Erklärung / Hintergrund
Plugins werden nachträglich in eine bestehende Software integriert, um deren Funktionsumfang zu erweitern, etwa um zusätzliche Dateiformate zu unterstützen oder spezielle Werkzeuge bereitzustellen, wobei die Qualität und Vertrauenswürdigkeit einzelner Plugins stark variieren kann.
Für Unternehmen ist der sorgfältige Umgang mit Plugins relevant, weil schädliche oder unzureichend gepflegte Plugins Sicherheitslücken in eine ansonsten sichere Anwendung einschleusen können, insbesondere wenn sie aus nicht vertrauenswürdigen Quellen stammen oder nicht regelmäßig aktualisiert werden.
Für Architektur- und Ingenieurbüros ist dieses Thema relevant, weil häufig zusätzliche Plugins für BIM-Software, Browser oder andere Fachanwendungen genutzt werden, um bestimmte Zusatzfunktionen zu erhalten, wobei die Herkunft und Aktualität dieser Erweiterungen sorgfältig geprüft werden sollte.
Abzugrenzen ist das Plugin von der eigentlichen Kernanwendung, die es erweitert, sowie von einer vollständig eigenständigen Software. Die API einer Anwendung bildet häufig die technische Schnittstelle, über die ein Plugin überhaupt erst integriert werden kann. Dies zeigt, wie eng die einzelnen Konzepte der Cybersicherheit miteinander verzahnt sind.
Praxisrelevanz
Für Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer eines Planungsbüros ist ein bewusster Umgang mit Plugins relevant, weil zusätzliche Erweiterungen für BIM-Software oder Browser praktische Zusatzfunktionen bieten können, gleichzeitig aber auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn sie aus unklaren Quellen stammen oder nicht regelmäßig aktualisiert werden. Eine interne Richtlinie, welche Plugins genutzt werden dürfen, reduziert dieses Risiko erheblich. Für die Cyberversicherung ist relevant, dass unsichere oder veraltete Plugins als potenzielles Einfallstor für Angreifer gelten und somit indirekt die allgemeine Risikoeinschätzung Ihres Unternehmens beeinflussen können. Eine regelmäßige Überprüfung installierter Plugins durch Ihren IT-Dienstleister schafft zusätzliche Sicherheit. Ein realistisches Verständnis dieses Zusammenhangs hilft Ihnen zudem, Prioritäten bei der eigenen IT-Sicherheit sinnvoll zu setzen und im Beratungsgespräch zur Cyberversicherung fundierte Fragen zu stellen.
Praxisbeispiel
Ein Mitarbeiter eines Ingenieurbüros installiert eigenmächtig ein zusätzliches Browser-Plugin, das die tägliche Arbeit erleichtern soll, jedoch aus einer nicht offiziell geprüften Quelle stammt. Bei einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung stellt der IT-Dienstleister fest, dass dieses Plugin seit längerer Zeit keine Sicherheitsupdates mehr erhalten hat und eine bekannte Schwachstelle aufweist. Das Büro entfernt das betroffene Plugin umgehend und führt eine unternehmensweite Richtlinie ein, die festlegt, dass zusätzliche Erweiterungen nur nach vorheriger Prüfung und Freigabe durch die IT-Abteilung installiert werden dürfen. Der Vorfall wird intern dokumentiert und dient als Grundlage für weitere, gezielte Verbesserungen der eigenen IT-Sicherheit.
FAQ
Was ist ein Plugin?
Ein Plugin ist eine zusätzliche Softwarekomponente, die eine bestehende Anwendung um zusätzliche Funktionen erweitert.
Warum können Plugins ein Sicherheitsrisiko darstellen?
Schädliche oder unzureichend gepflegte Plugins können Sicherheitslücken in eine ansonsten sichere Anwendung einschleusen.
Warum ist der Umgang mit Plugins für Ingenieurbüros relevant?
Zusätzliche Erweiterungen für BIM-Software oder Browser werden häufig genutzt, deren Herkunft und Aktualität geprüft werden sollte.
Wie können Unternehmen Plugin-Risiken reduzieren?
Eine interne Richtlinie, welche Plugins genutzt werden dürfen, sowie regelmäßige Überprüfungen reduzieren das Risiko erheblich.
Wie hängt ein Plugin mit einer API zusammen?
Sehr eng: Plugins docken in der Regel über die API der Kernanwendung an – sie ist die technische Andockstelle, ohne die sich eine Erweiterung meist gar nicht einbinden ließe.
Verwandte Begriffe
• Domain Name System (DNS) – wird von manchen Plugins für zusätzliche Netzwerkfunktionen genutzt.
• API (Application Programming Interface) – bildet häufig die technische Schnittstelle, über die ein Plugin in eine Anwendung integriert wird.
• Browser – wird besonders häufig durch zusätzliche Plugins um Funktionen erweitert.
• Cookie – kann von manchen Browser-Plugins zur Speicherung zusätzlicher Informationen genutzt werden.
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