Die Maximierung der Deckungssumme legt fest, wie oft die vereinbarte Deckungssumme innerhalb eines Versicherungsjahres zur Verfügung steht. Sie begrenzt damit die Gesamtleistung des Versicherers über alle Schäden eines Jahres.
Die Deckungssumme gilt je Schadenfall. Ohne weitere Begrenzung könnte ein Versicherer in einem Jahr beliebig oft in dieser Höhe leisten. Die Maximierung zieht dagegen eine Jahresobergrenze ein.
Wie es zusammenwirkt
Die Maximierung ersetzt die Deckungssumme nicht, sondern deckelt sie zusätzlich. Ein einzelner Schaden bleibt auf die Summe je Schadenfall begrenzt, auch wenn die Jahresmaximierung noch Spielraum ließe.
Abgrenzung
Synonyme: Jahresmaximierung, Versicherungssummenmaximierung.
Für Ihr Büro ist die Maximierung die Kennzahl, die im Ernstfall vor der Deckungssumme greift — und die deutlich seltener geprüft wird. Wer mehrere Projekte parallel betreut, hat ein reales Risiko, dass zwei Schäden in dasselbe Jahr fallen.
Besonders relevant wird sie in zwei Konstellationen:
Prüfen Sie deshalb nicht nur die Höhe der Summe, sondern auch, wie oft sie zur Verfügung steht — und ob die Maximierung für Vermögensschäden dieselbe ist wie für Personen- und Sachschäden. Ob und in welchem Umfang Ihre Berufshaftpflichtversicherung leistet, richtet sich nach dem konkreten Bedingungswerk, den Obliegenheiten und möglichen Ausschlüssen.
Ein Architekturbüro hat eine Deckungssumme von 3 Mio. Euro mit zweifacher Maximierung vereinbart — im Jahr stehen also insgesamt 6 Mio. Euro bereit. Im selben Jahr treten zwei Schäden auf: 2,8 Mio. Euro aus einem Planungsfehler und 2,5 Mio. Euro aus einem Überwachungsfehler.
Beide bleiben unterhalb der Summe je Schadenfall und zusammen unterhalb der Jahresgrenze — der Schutz trägt. Bei einfacher Maximierung wäre nach dem ersten Schaden Schluss gewesen, und die 2,5 Mio. Euro des zweiten Falls hätte das Büro selbst tragen müssen. Die Summe je Schadenfall war in beiden Varianten identisch.
Dass die vereinbarte Deckungssumme im Versicherungsjahr zweimal zur Verfügung steht. Ein einzelner Schaden bleibt trotzdem auf die Summe je Schadenfall begrenzt.
Weil sie bei mehreren Schäden in einem Jahr früher greift als die Deckungssumme. Ohne ausreichende Maximierung besteht nach einem Großschaden für den Rest des Jahres kein Schutz mehr.
Das hängt von Projektanzahl, Projektgröße und Risikoprofil ab. Wer viele Vorhaben parallel betreut, hat ein höheres Risiko mehrerer Schäden im selben Jahr.
Das entscheidet die Serienschadenklausel. Gelten mehrere gleichartige Fehler als ein Versicherungsfall, wird die Maximierung geschont — zugleich greift dann aber nur einmal die Summe je Schadenfall.
Nicht zwangsläufig. Für einzelne Schadenarten oder Sonderrisiken können abweichende Maximierungen und Sublimite vereinbart sein.